19.04.17

Two Ocean Marathon 2017 I Shosholoza - Mutig nach vorne schauen!

Ein Sprichwort sagt: "Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist"! Somit hätte ich 2016 mit der Erfüllung meines Läufertraums (RUNTHEMAJORS) ein perfektes Motiv gehabt, kürzer zu treten (laufen) ! Irgendwie lässt mich die Faszination Marathon jedoch nicht los und schon seit längerer Zeit hatte ich ein Laufevent "im Visier", welches sich zwar bescheiden "Marathon" nennt, in Wahrheit  jedoch ein Ultralauf ist. Mit weniger Bescheidenheit wird dieser 56 Kilometer lange Lauf in der "Kapregion" Südafrikas, vom Veranstalter, als der schönste Marathon der Welt angepriesen. Heute gibt es auf "der-laufgedanke" einen Post mit vielen schönen Bildern vom "most beautiful marathon of the world"





Der Old Mutual Marathon wurde 1970 als Trainingslauf ;-) für den sehr renommierten  und 89 Kilometer langen "Comrades-Marathon" ins Leben gerufen"!

Im laufbegeisterten Südafrika erhielt der Old Mutual jedoch sofort starken Zulauf und wurde aufgrund der teils spektakulären Streckenführung sehr schnell zu einem beliebten Ziel der internationalen (Ultra) Marathonszene! 


 
Eintausendfünfundsiebzig Trainingskilometer
Für mich war es, mit Abstand,  das aufwendigste Laufprojekt, dass ich jemals gestartet hatte. 1075 km war ich in 14 Wochen Training unterwegs! Zwei Marathons (Kandel & Bonn) und sechs weitere Läufe um die 30km gehörten in dieses intensive Laufprogramm! 

Nun stand ich 50m entfernt von der Startlinie im Startblock C, mein Magen "rumorte" und mein Herz "rutschte mir in die Hose" ;-) Aufregung pur!

Main Road Newlands I Die Aufregung wächst!

 


Lauf für Frühaufsteher
Fangen wir mit den schlechten Seiten des Rennens an;-) Um 03:30 Uhr klingelte mein Wecker im Hotelzimmer - überhaupt nicht meine Zeit! Schlaftrunken taumelte ich aus meinem Zimmer! Das Programm war recht straff organisiert: 04:00 Frühstück (ich hatte wenig Appetit) & um 04:30 Uhr Abfahrt zum Startbereich! Eine heiße Dusche und die Aufregung brachte mich dann doch so langsam "in Form". Am frühen Morgen war auf den Zugangsstraßen zum Startbereich bereits "Rush-Hour"! Der Start erfolgte noch bei Dunkelheit um 6:30Uhr am Morgen;-( 




Startbereich Ultra-Marathon 06:30 Uhr
 
Insgesamt waren fast 27.000 Läufer auf dem Weg zum Startbereich in der Main Road des Stadtteils Newlands. Da zum Startbereich um diese Uhrzeit keine öffenlichen Verkehrsmittel fuhren, waren die meisten mit dem PKW unterwegs! Den größten Teil der StarterInnen stellten die HalbmarathonläuferInnen mit 16.000 Teilnehmer. Über die volle Distanz der 56km wollten 11.000 TeilnehmerInnen starten. Insgesamt waren 3000 LäuferInnen aus dem Ausland aktiv. Sie repräsentierten 86 Nationen und in diesem Jahr waren die deutschen LäuferInnen die größte Gruppe bei den ausländischen Läufern.

Durch die Dunkelheit entstand eine besondere Stimmung an der Startlinie. Das bekannte südafrikanische Lied "Shosholoza" wurde von den 27.000 Teilnehmern genauso inbrünstig gesungen, wie die mehrsprachige Nationalhymne Südafrikas. Spätestens in diesem Moment war ich bereit zum Start!

  • "Shosholoza" ist ein populäres südafrikanisches Lied. Das Wort bedeutet "Mutig nach vorne schauen" oder "Wir greifen an". Ursprünglich wurde es von Bergarbeitern gesungen, während sie in die Minen inTransvaal  einfuhren

YOUTUBE Video1:


Südafrikanische Hymne und Shosholoza 2017 (Two Oceans Marathon)


56km-Strecke Old Mutual Two Ocean Marathon 2017 (OMTOM2017)



Ein Video des Veranstalters stellt den genauen Streckenverlauf  mit allen Aufstiegen vor. Hier gibt es gute Hinweise darauf, wo man seine Kraft besser einteilen sollte!

YOUTUBE Video2:

Streckenverlauf; Rennstrategie, Highlights, Flache Abschnitte & Steigungen

 


Wasser aus kleinen Beuteln



Auf (vorerst) flacher Strecke zum Indischen Ozean
Auf den ersten Kilometern verlief die Strecke noch flach und schlängelte sich durch verschiedene Vororte in Richtung Muizenburg.  Vorsicht war geboten bei den sogenannten "Cateyes" - Stolperfallen auf der Mittellinie der Straßen. Im Laufe des Tages machten etliche Läufer unangenehme Erfahrungen und stürzten! Ich achtete darauf und kontrollierte gleichzeitig mein Tempo um mich nicht von der Euphorie zu einem schnelleren Tempo verleiten zu lassen! Bei km12 sollte zum ersten Mal unsere kleine aber feine Fantruppe von Werner-Otto-Sportreisen an der Strecke stehen! Diesmal blieben Sie jedoch im riesigen Verkehrschaos "Rund um den Two Ocean" stecken!

 

 

Fishhoeck
Easy ... Easy im "sub 06:00:00h Bus"
Kein Problem, denn ich hatte mich einer Gruppe von Läufern angeschlossen, die das Ziel <06:00Std. hatten. Die Gruppe wurde durch mehrere Pacemaker bestens organisiert und zusammengehalten! Eine solche Gruppe mit Zug,- und Bremsläufer wurde als  "Bus" bezeichnet. Mein Bus war also der sub-06:00:00h Bus! Lustig war auch noch, dass Sie ab und zu voller Inbrunst traditionelle afrikanische Songs sangen! Der Vorsänger gab den Ton an und der Rest antwortete im Chor. Ein echtes "Kulturprogramm";-) mitten im Marathonfeld!


Easy...Easy unter 6Std. Gruppe
 


Immer wieder wurde die Gruppe mit einem lautstarken Easy ..... Easy eingebremst. Die Antwort aus der Gruppe ließ nicht lange auf sich warten! Easy .... Easy hörte man von überall her und schon wurde wieder gesungen;-)

Wasser & isotonischen Getränke waren in kleinen 100ml Beuteln verpackt. Man konnte diese leicht greifen, aufbeissen & trinken! Die Pacemaker in unserer Gruppe organisierten es anfänglich so, dass die Helfer an den Verpflegungsstellen Ihnen einen größeren Beutel mit 20-30 Wasserbeutel zuwarfen und im Laufen wurden die Wasserration in der Gruppe verteilt ! Mit großen Geschrei näherten wir uns als 50-60 köpfige Laufgruppe der Verpflegungsstelle und sobald die Helfer verstanden, flogen die Wasserbeutel in unsere Richtung;-))) 

Mittlerweile habe ich bei YouTube einen tollen Video  eines Läufers gefuden, der in diesem Jahr mit dem "sub 06:00Std. Bus" unterwegs war! Dieses Video  gibt die Stimmung beim OMTOM 2017 sehr gut wieder:


Viel Spaß auch bei Gegenwind
Bei Lakeside sendete der nahe Ozean mit stürmischen (Gegen)Wind einen ersten Gruß! Bei Kilometer 15 erreichten wir bei Muizenberg die Küste und konnten auf den nächsten 5 Kilometer herrliche Ausblicke genießen. 


 


Die Strecke verlief entlang des Indischen Ozeans* in Richtung Fishhoeck. Die Streckenlänge war sicherlich die größte Herausforderung, dazu kam noch, dass die Strecke in der zweiten Hälfte, aufgrund von Steigungen einige besondere Schwierigkeiten (Chapman's Peak Drive & vor allem aber der Constantia Neck) enthielt. 


  • *2 OCEAN 2GO?
    Die Beschreibung Ocean (Indischer Ozean) to Ocean (Atlantik) ist geografisch betrachtet nicht korrekt. Die Strecke verläuft zwar von einer Ozeanküste zur nächsten - geografisch korrekt bleibt man jedoch am Atlantik! Vor längerer Zeit wurde Cap Agulhas, welches 250 Kilometer südöstlich von Kapstadt liegt, als südlichster Punkt des afrikanischen Kontinents definiert. Diese Punkt liegt jedoch so weit von Kapstadt entfernt, dass man aus touristischen Motiven lieber das  Kap der Guten Hoffnung als den Ort "vermarktet", wo der Atlantik  in denn Indischen Ozean  fließt. Dies ändert natürlich nichts an der spektakulären Strecke und irgendwo am Horizont vor Muizenburg beginnt tatsächlich der Indische Ozean! Was sind schon 250km in einem Ozean;-)





Eine Halbmarathonmarke die keine ist;-)
Bei Fishhoeck war die offizielle Halbmarathonstrecke (21,1km) erreicht. Dumm nur, dass dies kein normaler Marathon war, sondern ein 56 Kilometer langer Ultralauf. Also musste ich bis zur Hälfte der Strecke noch rund 7 Kilometer weiter laufen! Als Entschädigung warteten nun jedoch die schönsten Abschnitte der Strecke. Außerdem warteten, etwas davor,  unsere treuen Fans auf uns! 



"Easy.... Easy Show"
Um Christine und den anderen Begleitern eine kleine Überraschung zu bieten, hatte ich mit einem der Zug,- bzw. Bremsläufer unseres sub-06:00:00h Bus vereinbart, dass wir kurz vor der Werner-Otto Reisegruppe die "Easy-Easy Show" mit Gesang starten! Ich hatte mich extra mittig in der ersten Reihe postiert und für den richtigen Schwung durch afrikanische Tanzbewegungen gesorgt. Das waren vielleicht ungläubige Gesichter, in die ich bei km26 schaute;-) 






 km26 "Fanmeile" Otto-Werner Sportreisen

Nach Noordhoek ging es über 180 Höhenmeter bergauf zum Chapman´s Peak und danach entlang des Chapman´s Peak Drive. Diese Straße verläuft ab Kilometer 30, in den Steinfelsen gehauen, entlang der Küste und bot nach jeder Kurve neue fantastische Aussichten auf den Atlantik!


 

 

Traumstraße für (Ultra)Marathonläufer I Chapman´s Peak Drive
 

Kurz vor dem Chapman´s Peak Drive wurde es noch einmal laut und bunt. An einem Verpflegungspunkt warteten viele Zuschauer zum anfeuern und Cheerleader gaben ihr bestes, uns für die nächsten Kilometer anzufeuern! Danach wurde es ruhiger am Streckenrand und jeder einzelne im Lauffeld konzentrierte sich auf den Anstieg entlang einer traumhaften Strecke. Hinter jeder Kurve wartete ein neues Photomotiv und ich verlor den Anschluss an meinen Easy ... Easy sub 06:00:..h Bus. Vorerst genoss ich die Aussicht und kämpfte mich allein voran! Gar nicht weit entfernt konnte ich die Anfeuerungen der Zugläufer jedoch noch hören. Nahe am Fels gab es Schatten, der von vielen LäuferInnen dankbar angenommen wurde. Einsam und verlassen wartete am höchsten Punkt des Chapman´s Peak Drive eine Kapelle und kurz danach wieder Abkühlung an der Wasserstelle!

 

Happy Chappies! (Bild: Stefan Schwegmann)


Artikel aus dem Rhein-Sieg-Anzeiger Online-Ausgabe(12.05.2017):

http://mobil.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/eitorf---windeck/-two-oceans-marathon---eitorfer-schafft-den-marathon-in-suedafrika-26888286

Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger Print Ausgabe (12.05.2017):

Salzstreuer half ins Ziel!

(Bild: Stefan Schwegmann)
Schatten & musikalische Unterstützung!


kurz vor Hout Bay

Die Marathonmarke erreicht - jetzt begann der Ultra;-)
Nach dem Anstieg und den spektakulären Abschnitten auf dem Chapmann´s Peak Drive hätte man sich etwas Erholung verdient;-) Es ging Richtung Hout Bay zwar bergab - vielleicht einen "Tick" zu steil und mit heftigen Rückenwind. Meine Devise lautete Tempo halten und nicht zu schnell werden, denn der härteste Anstieg sollte erst noch kommen! Ich wollte nicht zu den unzähligen "Opfern" gehören, die nach zu schnellem bergab laufen, mit schweren Oberschenkeln, am nächsten Anstieg versagen. Trotzdem erinnere sich mein Körper daran, dass nach 42,195 km normalerweise Schluss war und signalisierte "Müdigkeit" Die Zuschauer und Unterstützer in Hout Bay kamen kurz vor Kilometer 40 genau zum richtigen Zeitpunkt. "Stimmung einsaugen" & Kohlenhydrate per Gel tanken", danach dann in Richtung Constantia Neck. 




Bergauf Richtung Constantia Neck

Gar nicht so Easy ... Easy bergauf;-)
Die <6Std. Truppe im Easy...Easy Style hatte ich kurz vor dem Aufstieg - trotz der vielen Fotostopps - noch erreicht, aber lange konnte ich bei dem Anstieg nach der Marathonmarke nicht mithalten! Irgendwann musste ich mit einem leichten Anflug von Wehmut die coole Truppe ziehen lassen und hörte von weiter vorne ein leises Easy ... Easy verhallen;-)
In einer großen Walkinggemeinschaft ging es von da an das steilste Stück der Strecke bergauf!  Kurz vor dem Anstieg hatte man übrigens "ganz nebenbei" noch die Marathonmarke überschritten! "Shosholoza" - Mutig nach vorne schauen - war mein "Mantra" auf dieser einsamen Bergetappe. Normalerweise sollte man den Blick senken und nicht nach vorne schauen. Mental war ich jedoch weiterhin in guter Verfassung und wollte den Berg "angreifen"! Mehr als ein "Power-Walk" war am steilsten Stück der Strecke und nach fast 44km nicht mehr möglich;-) Insgesamt wurden in diesem Anstieg 215  Höhenmeter auf 4 Kilometer Strecke erklommen! Der höchste Punkt der  Strecke, auf der Rückseite des Tafelberges, war kurz nach Kilometer 46 erreicht.


Nur ein Berg ...... nach km 40 ;-)!
(Bild: Stefan Schwegmann)





"Erholung" im Botanischen Garten und "Endspurt" über 6 Kilometer! 
Das Ziel war nun nicht mehr so weit entfernt.  Man kann zwar nicht davon sprechen, dass nach dem letzten kräftezehrenden Anstieg der "erholsame" Teil der Strecke begann, aber die schattige Strecke im Botanischen Garten von Kirstenbosch bot die Gelegenheit, die Kräfte zu sammeln und die letzten 6km "anzugreifen"! Da es recht heiß war, gehörte das ausreichende Trinken auf der gesamten Strecke zum wichtigsten! Um Elektrolytverluste (vor allem NaCl) auszugleichen hatte ich Salztabletten (Saltsticks) mitgenommen. Blöderweise hatte ich sie in Christines Rucksack deponiert und bei km26 nicht umgepackt (zuviel Easy ... Easy Show ;-) Dafür sorgten jedoch, in der zweiten Streckenhälfte, Volunteers am Streckenrand für eine pragmatische Alternative. Aus großen Salzstreuern wurde einem eine Portion für sofort und genügend Reserve für die Zeit danach auf die Hand und den Arm gestreut! Klebt auf der verschwitzten Haut wunderbar;-) Salz lecken & Trinken - so geht es auch!

 


Jubelgasse und Zielschlußpanik
Das Ziel lag auf dem Oberen Campus der Universität vom Kapstadt. Spätestens hier sah man zwar erschöpfte aber auch mega-glückliche Gesichter. Ein langer Tribünenbereich bildete die "Jubelgasse" für alle Finisher. Glücklich bog ich von der Straße auf den bereits ziemlich ramponierten Rasen. Rechts und links jubelten die Zuschauer und Christine. Mit der Deutschlandfahne lief ich dem Ziel entgegen, wo mich der Moderator sogleich mit einem freundlichen  "Guten Tag" begrüßte. Ja! das war es ein richtig guter (Lauf)Tag! Wie mir bericht wurde, "kochte" die Stimmung vor allem kurz vor Ablauf jeder vollen Stunde hoch. Die sehr große Easy ... Easy -Gruppe war einige Minuten vor mir <6 Std. ins Ziel gekommen und hatte wohl für Mega-Stimmung im Zielkanal gesorgt! Schade, dass ich nicht dabei war - ich hätte mich vielleicht doch etwas mehr quälen sollen;-) 





 


FINISHER 56km (06:03:49h)

WASSER !!!!


  
Am Ende gab es noch Dramatik pur! Der Veranstalter nahm es mit der Zielschlußzeit (7Std.) wirklich sehr genau und so kam es im hinteren Teil des Läuferfeldes zu dramatischer Zielschlußpanik. Jeder, der das Ziel "kurz vor knapp" noch erblickte, versuchte sich vor dem "Ende" noch ins Ziel zu retten! Bei denen, die vor der Ziellinie scheiterten flossen natürlich die Tränen vor Enttäuschung! Vor kurzem lag die Zielschlußzeit noch bei 6 Std.! Da hätte ich es nicht so "gemütlich" angehen können und wäre mit den zusätzlichen 3 Minuten auf den Zeitkonto nicht in die Wertung gelangt;-)
So blieb es jedoch ein nahezu perfekter Tag mit einem unvergesslichen Erlebnissen und 56 harten Kilometern "in den Beinen"!


YOUTUBE Video3:

Ultra Marathon I Old Mutual Two Ocean 2017 I Relive the action!

Statistik - "The last ist just the slowest winner!"
Von den 11.264 gestarteten LäuferInnen (w: 3.287 m: 7977) erreichten 9223 die Ziellinie vor der "magischen" 7h Zielschlußzeit! 364 LäuferInnen kämpften tapfer weiter und  erreichten das Ziel später. Diese wurden mit dem Vermerk "After Cut Off" in der Ergebnisliste eingetragen. 1677 LäuferInnen erreichten das Ziel aus unterschiedlichen Gründen (Aufgabe, Verletzung, Disqualifikation) nicht!
In der Gesamtwertung fand ich mich mit Platz 4690 ziemlich genau in der Mitte des Läuferfeldes wieder. Bei den Männern auf Platz 3669 von 7977 Läufern. Angaben über die  Platzierung in der Altersklasse liegen derzeit noch keine vor!

Fazit:
Diese Reise hat sich 100%ig gelohnt. Tolle Landschaften, ein beeindruckendes Land, freundliche Menschen und eine sehr gute Reiseleitung. Zur Nachahmung absolut empfehlenswert;-))))

Hat sich der Trainingsaufwand (1075 km) ausgezahlt? Ja - aber! Es ist kaum zu glauben, aber ich hatte am Tag nach meinem ersten Ukltra-Marathon kaum Muskelkater und lief ganz gut - auch Treppen hinunter;-) Im Rennen fehlte mir ab km42 teilweise die Kraft! Der Easy ... Easy Truppe konnte ich leider nicht folgen! Der letzte Trainingsmarathon (Bonn) 2 Wochen vor dem Rennen war wahrscheinlich zu nah am Ultra-Marathon. Die Trainingsleistung hatte ich um jeweils 1/3 gegenüber einer Marathonvorbereitung erhöht. Die Tapperingphase jedoch bei 2 Wochen belassen. Dies würde ich definitiv ändern. Aufgrund der hohen Flüssigkeits,- bzw. Elektolytverluste würde ich beim nächsten Mal mit Salztabletten (Saltsticks) ins Rennen gehen. Zum Ende hin, spürte ich bei Unebenheiten schon mal ein leichtes "Zucken" in der Wade und fürchtete mich vor Krämpfen. Die Kohlenhydratversorgung während des Rennens mit Gel fiel mir diesmal schwer. Das Wasser in kleinen Beuteln ist zwar praktisch aber es fiel mir schwer schnell genügend Flüssigkeit in den Mund zu bekommen, um das Gel zu verdünnen.



Bis bald


1 Kommentar:

  1. Hallo Jörg,
    eine tolle Leistung von dir in Kapstadt, habe erst heute "in Ruhe" deinen Bericht verinnerlicht, auch für mich als "Halbmarathoni" war es eine unvergessliche Erlebnis-Reise.
    Weiter viel Spaß beim Laufen und vielleicht sehen wir uns mal wieder irgendwo auf dieser Welt. Liebe Grüße, Thea und Rudolf

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