19.10.15

Platin(wo)man - Trailrun - Hennef 08.11.2015 "Alpe d'Huez im Schlammmodus"

Am Wochenende war echtes Platinman-Wetter. Nach einigen regenreichen Tagen war der Himmel immer noch herbstlich grau, tagsüber war es trocken und auf der Strecke waren alle Rinnsale noch ausreichend wassergefüllt. Da die Temperaturen mit  9 Grad ebenfalls passten, habe ich in zwei Etappen die schwierigsten Passagen des berüchtigten Trailrun, genauer "unter die Lupe" genommen. Herausgekommen ist ein Bericht mit  vielen  Bildern und Infos zur Strecke!


 Schlammig, Steil & Natur pur - Der Platin(wo)man Trailrun




aktueller Post:

http://der-laufgedanke.blogspot.de/2016/10/steiler-harter-dreckiger-be-part-of-it.html


Bis bald



Eine Woche nach dem München-Marathon und eine Woche vor  dem Drachenlauf war mir die gesammte Strecke zu anstrengend;-) Die beiden Abschnitte waren trotzdem "knackig" und mit An,- und Ablaufstrecke anspruchsvolle Trainingseinheiten.
  • Etappe1 - Von Driesch über das Siegtal bis Hönscheid
  • Etappe2 - Von Hönscheid über das Bröhltal bis Driesch

Mein Streckenbericht beginnt in der kleiner Ortschaft Driesch. An dieser Stelle hat der Platinman-Läufer im Wettbewerb bereits den ersten Anstieg von Lauthausen (über den roten Siegsteigpfad) in den Gliedern.


Teiletappe Platinman-Trailrun (von Driesch bis Hönscheid)

Für kurze Zeit bietet sich nun die Gelegenheit beim bergablaufen ein wenig zu regenerieren. Dies ist auch bitter nötig, denn die gesamte Strecke spart nicht mit kräftezehrenden Anstiegen! Es geht über einen schönen Hohlweg bergab in Richtung Halberg. Läufer, die den Europawochenlauf Hennef kennen, werden diesen Weg aus umgekehrter Blickrichtung kennen. Nach einer kurzen flachen Passage geht es hinter Halberg direkt wieder bergauf.


 
Bergauf mit Kondition & Bergab mit Technik
Durch den Wald verläuft die Strecke mit unterschiedlicher Steigung  bis zu der Straße zwischen den Ortschaften Oberhalberg und Niederhalberg. Dieser Straße folgt die Strecke dann bergab ins nahe Siegtal. Je nach Wetterlage hat man beim bergablaufen einen schönen Blick bis zum Siebengebirge und Stadt Blankenberg.


Entlang  der Sieg mit  Blick auf den Stachelberg
Die Laufstrecke führt anschließend ans Siegufer und man erkennt in der Ferne bereits den übernächsten Anstieg - den Stachelberg! Nun ist aber erst einmal Zeit die schöne Strecke an der Siegschleife zu  genießen, denn der nächste Anstieg hat es ebenfalls "in sich"! Knackige Anstiege auf weichen Waldboden, die bis auf die Höhe von Niederhalberg zurückführen.


Hunnenbachtal
Kraxelnd dem "Gipfel" entgegen!
Dankbar nimmt man den folgenden Abstieg zurück zum Siegnieveau an, denn sofort wartet  ein Anstieg der besonderen Kategorie auf den Läufer! Über den steilen Bergrücken unterhalb des Stachelbergs geht es für die meisten Läufer im "Kraxelmodus" weiter. Im oberen Bereich der langgestreckten Kletterpartie, über einen Teil des Natursteigs-Sieg, gibt es als Aufstiegshilfen einige stramm gespannte gummierte Drahtseile! Leider sind diese mit feuchten Händen etwas rutschig;-)


 

Oben angekommen gilt es wieder in einen lockeren Laufschritt zu kommen. Flach geht es in Richtung Hönscheid und kurz vor dem kleinen Ort, links bergab ins Hunnenbachtal.


Teiletappe Platinman-Trailrun (von Höhnscheid bis Driesch )


Nach der Überquerung einer kleinen Brücke im Bachtal geht es über eine langgezogene Steigung stetig bergauf in Richtung "Römerstraße". Am obersten Punkt wird diese überquert und genauso lange und stetig geht es nun bergab in das  Bröltal.



Schlammig und steil!
Mittlerweile sollte man sich an das permanente bergauf und bergab gewöhnt haben,  es wird auch hier so weitergehen! Es kommt noch ein weiterer Schwierigkeitsgrad dazu. Die Strecke legt nun den  Schlammmodus ein! Was der Regen allein nicht erreicht hat, wurde durch Traktoren zu einer wahren "Outdoor-Odysee" präpariert. Ab und zu teilt man sich den "Weg" noch mit einem munter plätschernden Rinnsal. Vorteilhaft ist hier tatsächlich ein Trail-Schuh mit Goretex-Membran!


Frei nach dem Motto: Schlimmer geht immer! (Bildquelle: Internet)

Der nächste Anstieg aus dem Bröltal ist eine besondere Prüfung für die Trailschuhsohle. Oben angekommen wartet eine kurze Strecke auf der "Römerstraße" und sofort geht es bergab zurück ins Bröltal. Der letzte Anstieg, der dem roten Natursteig-Sieg folgt, ist  eher steil und steinig. Erinnerungen an die Kletterei  auf den Stachelberg sind teilweise berechtigt.




Bergab gleiten in Richtung Ziel !
Dieser ist jedoch nicht ganz so heftig und ist tatsächlich der letzte "echte" Anstieg! Am Ende ist man glücklich, wenn man wieder auf die "Römerstraße" in Richtung Driesch einbiegt. Es sind zwar noch 3-4 km bis zum Ziel, aber die größten Anstrengungen liegen hinter einem. Von nun an geht es über glatten Asphalt und überwiegend bergab zum Ziel in Lauthausen.


Strecke Platinman Trailrun




Weitere Informationen: http://www.platinman.de/

Dieses Jahr bin ich noch nicht wieder dabei!  Nächstes Jahr ganz sicher!

Allen Läufern viel Spaß!

Bis bald

Kommentare:

  1. Alex AschenbrennerMittwoch, November 25, 2015

    Hallo Jörg,
    schöner Bericht. Ich bin letztes Jahr den Run 50 mitgelaufen, da haben wir uns ein Bisschen unterhalten. Alex aus Hennef, vielleicht klingelt es ja bei Dir. War für den Platinman gemeldet, bin aber leider krank geworden. Ist echt ein toller Lauf. Die letzten beiden Platinmen habe ich mitgemacht und wollte die Serie eigentlich nicht abreissen lassen. Bin am 3.10 15 in Holland den Zeelandmarathon mitgelaufen. Ist für dich als Laufglobetrotter bestimmt auch mal einen Blick wert. War sehr hart.
    Ich denke wir sehen uns vielleicht noch mal beim Run 50, oder in Hennef. Ein mal bist Du mir über den Weg gelaufen, Du warst wahrscheinlich auf dem Weg nach Eitorf, kurz vor Weldergoven auf dem Damm.

    Gruß Alex

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    1. Hallo Alex,
      klar kann ich mich erinnern. Damals hat uns doch ein bekannter von Dir am letzten Tag in Linz bei strömenden Regen mit zurück nach Kahlenborn genommen - oder? Dieses Jahr bin ich nur beim Halbmarathon am Samstag gestartet. Der Zeelandmarathon hört sich interessant abn. Ich check den mal im Internet. Vielleicht sehen wir uns ja tatsächlich noch einmal "auf der Strecke"! Jenach Wetterlage in Mondorf und/oder beim Siebengebirgsmarathon. Ich plane die halbe Distanz. Bis bald

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    2. Hallo Jörg,
      ja genau, der Werner hat uns mitgenommen.
      Mein nächster offizieller Lauf wird erst der Halbe in Bonn sein. Helfe im Moment zwei Freunden, die den Zehner bei der Europawoche laufen wollen. Der eine ist Ersttäter. auch mal eine interessante Aufgabe. Ich lerne dadurch langsam zu laufen, macht man ja viel zu selten. Also jenseits von 6:30 min/km. Ich wünsche Dir auf jeden Fall ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

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