15.11.18

Patagonian International Marathon mit Halbmarathon und 10km-Lauf 2018

Mein Lebensmotto „Laufend die Welt erleben“ hat mich bis heute über alle fünf Kontinente geführt und die Lust nach neuen Abenteuern weiterhin vorhanden! Darüberhinaus ist es immer wieder schön von anderen Lauf,- und Reisebegeisterten neue Anregungen zu bekommen. Den folgenden Bericht über den Patagonien-Marathon (Halbmarathon habe ich von Thea erhalten, die ich 2014 bei meiner Südafrika-Reise zum Two Ocean Marathon in Kapstadt kennengelernt habe. Sie erfüllte sich bereits einen (Läufer)Traum, der bei mir schon seit längerem auf der „bucket-list“ steht;-) Einen Marathon in Südamerika, genauer gesagt in Patagonien!







Während ich mich in meinem 42. aktiven Lauf-Jahr auf eine Wettkampf-Distanz von 10km eingeschossen habe, sind die Anfahrtswege keineswegs kürzer geworden; darin liegt wohl auch der besondere Reiz mit zunehmendem Alter.  

Nachdem ich alle 5 Kontinente bereits abgeklappert hatte, regte sich immer öfter der Gedanke – das kann noch nicht alles gewesen sein, ich brauche weitere Ziele, einfach aus Freude am Laufen und am liebsten ganz weit weg. In Südamerika war ich noch nicht. Patagonien und Feuerland zu belaufen, das wäre was. Gesagt, getan im Januar 2018 bei laufreisen.de angemeldet. Es war schön mit diesem Veranstalter, mit dem ich seit 1999 viele tolle Reisenunternommen hatte, wieder unterwegs zu sein.

Nach 18 Stunden Flug mit Umsteigen in Madrid, sind wir am Morgen des 03.09.2018 in Santiago de Chile gelandet. 3 Tage Eingewöhnung in der chilenischen Hauptstadt mit Stadtbesichtigung per pedes, Läufe und Wanderungen sowie Ausflug nach Valparaiso an der pazifischen Andenseite gelegen, ging es per 3-Stunden Flug südlich nach Punta Arenas, dem Vorzimmer der Antarktis, wo mich besonders ein Freilichtmuseum über die ersten Südpol-Expeditionen, wobei Ernest Shackleton und Frank Wild Geschichte geschrieben haben, in seinen Bann zog. Von dort gelangten wir mit dem Bus zum Torres del Paine Nationalpark, der Basis des Patagonien-Lauf-Events. Am frühen Abend holten wir in Puerto Natales die Startunterlagen ab.




Samstag, 08.09.2018 der Wettkampftag auf einem Punkt zu Punkt-KursMit Bussen wurden zuerst die 16Marathon-Recken über 42,3km, deren Start um 11.00 Uhr war, zu ihrem Ablaufpunkt gebracht, gefolgt von den 250 Halbmarathon-Aspiranten über 21,8km um 12.00 Uhr zu deren Startlinieund schließlich um 12.15 Uhr die 150 Läufer über 10,5km





Bei 4 Grad Celsius und Sonnenschein - kaum Wind, galt es festgefahrene Schotterwege im Serpentinen-Format und knackige Anstiege zu bewältigen. Gegen Ende ging es nach einer letzten zähen Steigung nur noch bergab; Glücklich bin ich ins Ziel gekommen - habe lange nicht gewusst, dass ich erste Frau in der Altersklasse Condor (60-69) geworden war. Insgesamt gab es bei den 3 Wettbewerben 519 Finisher, davon 262 Frauen. Die Versorgung an der Strecke war sehr gut und nach dem Zieleinlauf gab es neben der Medaille eine genüssliche Nudelparty für alle kostenlos, das wohlschmeckende Patagonian Lager Bier, das nicht gratis war, hat ebenfalls hervorragend geschmeckt.




Nach einer Bootsfahrt auf dem Grey Gletscher, einer Überquerung der Magellanstraße mit der Fähre, einer Busfahrt über einen spektakulären Anden-Pass erreichen wir argentinisches Festland, Feuerland und die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia. Nach einer Katamaranfahrt auf dem Beagle Kanal, stand das nächste Lauf-Event an.






Auf einer 12km-Wendepunktstrecke in Ushuaia, auf dem letzten Teilstück der Panamericana, kann jeder der Lust und Freude am Laufen hat, beliebig viele Kilometer abspulen, die am Ende des Tages per Urkunde durch den Reiseleiter dokumentiert wurden –
Eine lockere Angelegenheit vor dem Abschied von Feuerland, wo es recht frisch war, aber das Wetter jederzeit gepasst hat – wenn Engel reisen…




Am nächsten Tag brachte uns ein 3-Stunden-Flug nach Buenos Aires, wo wir 2 Tage Gelegenheit hatten, diese quirlige Stadt am Rio de la Plata zu erleben. Nach der Ankunft hat man das Gefühl einen Kultur-Schock zu erleiden, die Bergwelt Patagoniens und Feuerlands noch vor dem geistigen Auge.

Was in Santiago de Chile begann und in Buenos Aires endete, war eine hochinteressante Laufreise, was wohl auch der harmonischen Reisegruppe geschuldet war. Mein Dialog mit einem mitgereisten Schweizer Marathonläufer – für 10km zu laufen würde ich aber weit reisen, worauf ich antwortete, dass ichnicht wegen der 10km da bin, sondern um einen Lauf in Südamerika gemacht zu haben. Das Langstreckenlaufen habe ich bereits vor 10 Jahren reduziert, aber die Freude am Laufen besonders in fernen Ländern ist geblieben und neue Ziele nagen bereits wieder in mir …

Thea Watzling

Laufreise vom 02.09. bis 15.09.2018
Weitere Details über Teilnehmer, Strecke, Höhe, Verlauf werden ausführlich unter

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