14.12.18

7GMARATHON I Durch den Dauerregen zur Finalparty :-)


Der diesjährige Siebengebirgsmarathon hatte für mich eine besondere Bedeutung! Es waren nicht nur 42,195 km durch eine wunderschöne Landschaft. Es war gleichzeitig das Finale meiner 12-Ender-Challenge. Diese herausfordernde Laufserie mit 12 Marathons in 365 Tagen hatte ich mir selbst als Herausforderung für 2018 gestellt! Um die ganze Welt war ich geflogen (Sydney-Marathon) und einige weitere Läufe im Ausland (Sevilla, Luxemburg, Enschede) eingebaut ;-) Das Finale sollte jedoch in der Heimat stattfinden. Der 7GMARATHON ist der einzige Marathon im Rhein-Sieg-Kreis und war deshalb ein absolutes „Muss“! Ein Tag mehr in der Challenge und es hätte eine 13-Ender Herausforderung bedeutet, den am 10.12.2017 hatte ich diese tolle Strecke gerade im Schneetreiben hinter mir gelassen! Natürlich hoffte ich ein Jahr später auf besseres Wetter, aber meistens kommt es anders als man denkt ;-)




 

Die Wettervorhersage prophezeite bereits  Tage vor dem Event nichts gutes und neben ausgiebigen Niederschlägen kam kurz vor dem Marathontag auch noch eine Sturmwarnung hinzu :-(

Am Tag des Rennens sah es zunächst jedoch so aus, als sollte der „Wettergott uns hold sein“! Sicherheitshalber habe ich mir meine Sonnenbrille auf die Kappe gesetzt, ein Glücksbringer, der schon so oft geholfen hatte! Vor der Tür erwartete mich dann ein kühler Morgen. Die 8 Grad fühlten sich deutlich kälter an. Nur gut, dass man sich in Aegidienberg bis kurz vor dem Start noch in der Halle des Bürgerhauses aufhalten konnte!


Viele wissen wahrscheinlich, dass ich unter der_laufgedanke auch regelmäßig Laufbilder bei Instagram poste! Unter den vielen LäuferInnen, die sich vor dem Start noch mit einer Tasse Kaffee oder Tee aufwärmten erkannte ich entsprechend einige bekannte Gesichter, die nicht aus der Region stammten. Am meisten habe ich mich gefreut einen Läufer aus Amsterdam zu treffen, dem ich schon länger folge, den ich jedoch noch nie getroffen hatte! Joseph & ich hatten direkt viel Spaß und hatten jede Menge zu erzählen!



Spaziergang zur Startlinie
Gemeinsam mit allen anderen LäuferInnen ging es 15 Minuten vor dem Startschuss  zum ca. 1km entfernten „Gangpferdezentrum“ dem eigentlichen Startbereich! Hier suchte jeder noch ein wenig Schutz vor den unangenehmen Böen und pünktlich um 10:00 Uhr ging es auf unsere große Runde durch den Nationalpark Siebengebirge ;-) 





Mit Blaulicht durch Aegidienberg;-)
Ein gewissen Kultstatus hat der erste Kilometer des Marathons über die Hauptstraße durch Aegidienberg und vorbei am Dorfplatz. Vorneweg ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht und dahinter 450 verrückte LäuferInnen auf ihrem Weg in die Natur ;-)

Das Glück strapaziert!
Kurz hinter Aegidienberg haben wir den Asphalt endlich hinter uns gelassen und es ging Kreuz und quer  sowie rauf und runter in Richtung Lohrberg und Löwenburg. Auf der langen Geraden mitten im Wald ging es bei km 6 leicht bergauf und im Gespräch mit anderen Läufern stellte ich, ohne es zu ahnen, unser Glück auf die Probe! Den Satz: „Bisher ist das Wetter perfekt“ hätte ich besser nicht ausgesprochen :-( Auch die prompte Antwort: „Das bleibt bis 14:00 Uhr trocken“ war eher ein Wunschtraum! Schon wenige hundert Meter später begann der Regen. Erst leicht, dann stärker und danach heftig ....... und hörte auch (fast) nicht mehr auf!




 

Die Löwenburg haben wir natürlich trotzdem erreicht. Bevor wir sie umrundeten ging es jedoch auf eine etwas kleinere Runde über den Rundweg am Lohrberg. Am Fuße des Ölberg, noch vor der Margarethenhöhe ging es für eine kurze Strecke über den Hauptweg Siebengebirge, weiter zur  Löwenburg und danach in Richtung Aegidienberg.

Die zweite Hälfte wurde zur „Härteprüfung“ ;-)
Was folgte war der etwas unangenehmere Teil der Strecke. Steigungen auf der zweiten Hälfte sind ohnehin anstrengender ;-) ;-) Diesmal kam jedoch noch der Zermürbungseffekt des Dauerregens hinzu. Klatschnass kämpfte man sich bergauf und bergab. Auf den Höhen kam ein teils stark böiger Weg hinzu, sodass einem schnell eisig kalt wurde! Ein Jahr zuvor war ich diese Strecke noch im Schneesturm gelaufen und hatte gedacht: „Schlimmer geht Nimmer“! Doch nun wurde ich eindrucksvoll eines besseren belehrt! 



Helden im Wald
Fast schon heldenhaft war der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer, die sich mitten im Wald bei diesem Sauwetter um unsere Verpflegung kümmerten! Bei der vorletzten Versorgungsstelle war man bereits auf Tee mit Rum umgestiegen ;-) Angeboten wurde er mir wohl - aber ich habe mich tatsächlich nicht getraut! Dafür lagen noch zu viele Kilometer & Höhenmeter vor mir. 





Das schlimmste überwunden:-))))
In der Nähe von Vettelschoss liefen wir ein Stück über die Halbmarathon-Strecke des Rheinhöhenlaufs und mir wurde klar, dass ich mit dieser Steigung das schlimmste hinter mir hatte!  Für die Psyche war das gut, aber meine steifgefrorenen Finger in den klatschnassen Handschuhe wurden dadurch auch nicht schneller warm ;-) 




Immerhin - als wir den Wald verließen und im Ortsteil Aegidienberg-Himberg auf  den Asphalt zurückkehrten hatte ich nur noch einen Gedanken: „Nur noch 2km :-)“

Großes Kino in Aegidienberg!
Ich hatte in den Tagen vor den Marathon bereits mitbekommen, dass sich meine Freunde etwas besonderes zum Abschluss der Serie von 12 Marathons überlegt hatten! Was mich im Saal erwartete konnte ich mir jedoch nicht annähernd vorstellen! In pinkfarbenen Shirts mit dem Symbol der 12-Ender-Challenge standen sie auf den letzten Metern bis zur Ziellinie Spalier! High-Five und abklatschen war angesagt und kurz vor dem „Finish“ noch ein Konfettiregen aus diversen Konfettikanonen! Das war ganz großes Kino in Aegidienberg und ein Zieleinlauf bei meinem 38ten Marathon, den ich nie vergessen werde :-) DANKE!



  
 
Marathonstrecke Siebengebirge


Höhenprofil +/- 762m







Nächstes Jahr findet im Dezember der 20. Siebengebirgsmarathon statt! Wer nach meinem Post gerne einmal diesen Landschaftsmarathon laufen möchte, kann dies bei der Jubiläumsveranstaltung 2019 tun. Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage des Veranstalters:

7GMarathon



Bis bald



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