16.05.18

Luxemburg Night Marathon - „Allez Allez“ - ein Marathon mit 1000 schönen Ecken:-)

Follower meines Blogs  „der-laufgedanke“ lesen  Berichte meiner 12-Ender-Challenge 2018 (12 x 42,195km in 365Tagen) nun schon seit Anfang des Jahres! Der 5te Streich dieser  Marathon-Tournee  war am letzten Wochenende die erstmalige Teilnahme am Nightmarathon in Luxemburg! Die Flyer dieser Veranstaltung waren mir schon häufig aufgefallen und die Lust einmal die Nacht von Luxemburg zu erobern war entsprechend gewachsen. Am Ende war ich restlos begeistert und war sehr froh, dass dieses Event in diesem Jahr ein fester Bestandteil meiner Laufserie war!



Night Marathon & Samba de Luxe!
Mit einem neuen Teilnehmerrekord (16.000 TeilnehmerInnen bei Marathon & Halbmarathon), 500 Sambatrommler in der City & einer tollen Wetterprognose konnte dieses Wochenende nur „groß“ werden;-) In der Altstadt fand am Freitag & Samstag ein Sambafestival statt - für gute Stimmung war also gesorgt!





Bei der Anreise wurde mir schnell klar, dass dieser City-Marathon auch in anderer Weise etwas besonderes werden sollte. Von der Autobahnabfahrt ging es über den Kirchberg, dem Start,- und Zielbereich des Marathon in die City. Das war schon eine beeindruckende „Abfahrt“! Nicht nur wegen der vielen modernen Bürogebäude, Museen und dem Europäischen Parlament;-) Nein - besonders weil mir klar wurde, dass mir ein einfacher Start, jedoch auch ein schwieriges Finale auf der 42,195 km langen Runde bevorstand! Mein Programm der letzten Wochen ( Hermannslauf & WingsforLife WorldRun) hatten mich einige „Körner“gekostet, aber ich fühlte mich fit & „Bange machen galt nicht“;-)

Let´s  make it happen!

Marathonlauf auf drei Etagen ;-)
Kurz vor der Innenstadt überquerten wir einen „grünen Canyon“ - das Pfaffenthal und darüber thronte auf einem steilen Sandsteinfels die Altstadt von Luxemburg! Schlagartig wurde mir bewusst: Beim Night-Marathon in Luxemburg geht es nicht nur vom Obergeschoss ins Erdgeschoss und zurück - sondern auch einmal ins Kellergeschoss;-) Immerhin - landschaftlich ein wunderschöner „Keller“;-)

 
Der Zielbereich
Perfekte Organisation & viele fleißige Helfer!
Am Samstagmorgen ging es bereits zurück auf den Kirchberg. Auf dem Expo-Gelände war die Startnummernausgabe und Industrieausstellung untergebracht. Auf dem weitläufigen Gelände bekam man schnell den Eindruck, dass hier eine perfekte Organisation mit viel Erfahrung „am Werke“ war! Der Zielbereich in der Halle wirkte auch völlig menschenleer beeindruckend! Es gab  am frühen Vormittag keinerlei Schlangen und schnell hatten wir das Organisatorische erledigt und konnten uns „in Ruhe“ noch ein wenig in der Innenstadt umsehen!






Per Bus zur Startlinie
Die Anfahrt der TeilnehmerInnen war wie alles bestens organisiert. Alle 10 Minuten fuhr ein Bus von den verschiedenen Stationen in Richtung Kirchberg ab. Auf dem Gelände lag alles mehr oder weniger nahe beieinander: Ankunft - Gepäckabgabe - Startbereich (später Zielbereich). Auf dem großen Platz vor dem Expo-Gebäude sorgt Musik und Moderatorin dafür, dass es nie langweilig wurde und schnell war es soweit. Der Countdown begann!



Startblock D
START  (Bildquelle: Facebook Luxemburg Marathon)
   


Marathonis und Halbmarathonis - insgesamt 16.000 LäuferInnen setzen sich mit einem gemeinsamem Ziel in Bewegung: Die Nacht von Luxemburg erobern! 
Statt kontinuierlich bergab ging es zunächst „rund um die Ortschaft Kirchberg“ bergab und bergauf;-) Danach folgte die lange Gerade in Richtung Innenstadt!

"Rund um Kirchberg"


Alte Bekannte am Wegesrand :-)


Museum für moderne Kunst

Tolle Stimmung in der City
Am Place R.P. Schumann war die Stimmung grandios - Menschenmassen, Samba in der Abendsonne, Musikbühne und das Beste war, dass wir hier zweimal vorbei durften;-)


Place R.P. Schumann



Zunächst ging es im Zick-Zack durch das Wohnviertel Limpertsberg und auch hier stand die Nachbarschaft bereit um uns zu feiern. Zurück auf dem Place R.P. Schumann konnten wir die „Adrenalindusche“ ein zweites Mal genießen!





Durch Parks & Altstadtgassen :-)
Von hier ging es zum ersten Mal in einen Teil der wunderschönen Grünanlagen, welche die Innenstadt wie einen Gürtel umschließen. Für uns Marathonis sollten noch einige weitere Folgen;-) Ganz schön abwechslungsreich ging es weiter. Gerade noch die Parklandschaft bewundert ging es nun durch die Gassen der Altstadt! An vielen Stellen standen Sambagruppen und gaben uns den „richtigen“ Rythmus vor & vor allem viele Zuschauer, welche die Streckte säumten und mit Allez-Allez Rufen uns nach vorne peitschten! 






Auf dem Place Guillaume II war die Menschenmenge riesengroß und wir nahmen Abschied von den vielen tausend HalbmarathonläuferInnen. Für Sie ging es nun Richtung Kirchberg zurück - für uns hieß es hingegen: Wir lernen Luxemburg kennen! Und ich würde noch hinzufügen: komplett;-)


Streckenteilung: 21,1km / 42,195 km

Die Strecke schlängelte sich weiter durch die Stadtteile !!!

 
SightRunning Luxemburg ;-) 42,195 km mit 1000 schönen Ecken!

Höhenprofil  Luxemburg Marathon (Garmin 235)


Kein Lauf für die Bestzeit sondern zum genießen:-)
Die Zuschauer waren zwar nicht mehr so zahlreich, aber in jeder Nachbarschaft hatte man sich an diesem milden Somnerabend bei Wein & Bier zusammengefunden und feuerte uns an. Das ein oder andere Glas Wein wurde uns immer wieder angeboten aber zumindestens ich bin dem Becher Wasser oder ISO treu geblieben;-) Auf dieser Runde konnte ich erfahren, dass nicht nur Rom auf vielen Hügeln erbaut wurde! Auch Luxemburg kann hier gut mithalten und in der Kombination mit ständigem Richtungswechsel entwickelte sich hier ein recht anspruchsvoller Kurs! Der Moderator am Start hatte uns bereits gewarnt. „Luxemburg ist kein Lauf für eine neue Bestzeit sondern stattdessen ein Marathon zum Genießen!“

Pont Adolphe




Die Strecke führte zurück in die Innenstadt und die Parkanlagen und engen Gassen! Mittlerweile war es dunkel geworden und die Atmosphäre eines Nachtlaufs breitete sich aus. Das Ganze sollte noch eine Steigerung erfahren. Hinter der Altstadt liefen wir über das Péitrusstal und konnten bereits von der Brücke aus die stimmungsvolle Beleuchtung im Tal erkennen! Beim kurzem aber steilem bergab hörten wir bereits die laute Musik der Feiernden. Direkt zu Beginn standen viele Jugendliche an den riesigen & beleuchteten Pfeiler der Brücke (Pont Adolphe) und wurden von einem DJ perfekt unterhalten! Lauter ging es nirgendwo zu und das High 5 wurde „kraftvoll“ zelebriert;-) 


Hipp-Hopp Party unter der Brücke


Nach der Hipp-Hopp Einlage wurde es zunächst etwas ruhiger und vor allem dunkler! Auf der einen Seite des Péitruss-Tal liefen wir in Richtung km 30! Auf der anderen Seite des Tals wartete im LEO LIGHT VILLAGE eine aufwendige Lichtinstallation mit bunten Scheinwerfern, hunderten Kerzen, Lampions & Fackeln auf uns. An dieser „magischen“ Stelle hatte sich der Veranstalter einen zusätzlichen Highlight überlegt - tolle Aktion!








Der Weg aus dem Tal war für uns Läufer zu diesem Zeitpunkt recht mühevoll und ich war froh, zumindestens das Höhenniveau der Altstadt wieder erreicht zu haben. Vor dem finalen Aufstieg über 5km in Richtung Kirchberg liefen wir jedoch noch einmal kreuz und quer durch die Altstadt! Überall wurde gefeiert - „im großen wie im kleinen“!

 
Hexenkessel Place de la Constitution (Bildquelle: Facebook Luxemburg Marathon)


Hexenkessel Place de la Constitution!
Beeindruckend war die Party auf dem Place de la Constitution! Hier standen Hunderte, die in der Mitte des Platzes, wie auf einer Insel feierten, während wir sie fast durchgehend umrundeten. Die Ordner und Polizisten hatten an dem einzigen Übergang dieses Hexenkessels alle Hände Vollzug tun, die Strecke frei zu halten. Danach ging es weiter durch  die engen Gassen, in welchen die Menschen vor den Gaststätten feierten und uns das obligatorische „Allez-Allez“ entgegen riefen. Mittlerweile mit dem Zusatz: „Gleich habt ihr es geschafft!“ Das „gleich“ war natürlich sehr relativ zu betrachten, den der anstrengende Anstieg zum Ziel stellt bei km 37 noch mal eine besondere Herausforderung dar!


Mit eigenen "GoGo Girls" & "GoGo" Boys dem Ziel entgegen :-)
Tatsächlich zog sich die Strecke mühselig dahin! Ein Anstieg folgte demnächsten. Keiner war besonders steil aber kontinuierlich lief man bergauf! Zwischendurch gab es glücklicherweise immer wieder Plateaus ;-) Mittlerweile ging es auf 23:00 Uhr zu und Zuschauer waren auf der dunklen Strecke Mangelware:-( Dies änderte sich jedoch als wir das Expo-Gelände erreichten. 
Es gab jedoch auchg die Möglichkeiten sich einen Freund, Freundin, Ehemann, Ehefrau & Kind 2,5km vor der Ziellinie zu positionieren. Mit einem speziellen Outfit ausgestattet dürfen die "Begleiter" den/die  LäuferIn bis zum Ziel begleiten!

Zieleinlauf  in Blau & Orange!
Schon vor dem Einlauf in die Halle standen die Zuschauer wieder eng beieinander und feuerten uns, auf den letzten Metern, lautstark an. Ein Lichtermeer in blau-orangener Deko erwartete uns auf der letzten Schleife vor der Ziellinie! Geschafft :-)




Der Weg zum eigenen Gepäck war schön kurz und direkt hinter der Medallienvergabe wartete bereits meine Frau, die ihren Halbmarathon zwei Stunden vorher erfolgreich beendet hatte! 

Außerdem wusste Sie bereits, wo es das Finisher-Bier gab:-) 


FINISHER (21,1km / 42,195 km)

Prost! ;-) & vielen Dank  an alle freiwilligen Helfer !!!
"Lohn der Mühe": Macarons &  Medallien 2018 - Das Vorbild für den  Fuchs steht im Original auf einem Brunnen neben dem Rathaus

Für mich geht es Anfang Juni weiter! Beim  Rhein-Ruhr-Marathon in  Duisburg  starte ich meinen 6ten Marathon in 2018. Geplant war der Biggeseemarathon Ende Juni. Aus organisatorischen Gründen musste ich jedoch meine Planung umstellen!



Bis bald

Kommentare:

  1. Sooo mein lieber, schöner Lauf und Bericht - in gewohnter Qualität :-)
    Jetzt hat der mittlerweile ungerade 6-Ender quasi 6 Wochen "Urlaub" vor dem nächsten Marathon. Langeweile kommt bestimmt nicht auf. Gute Regeneration!
    Ludger

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  2. Klasse Bericht, schöne Fotos. Obwohl ich in LU lebe, habe ich an diesem Lauf noch nicht teilgenommen, habe aber jetzt noch mehr Lust darauf. Danke dafür!
    Kleine Korrektur am Rande: das mit "Museum für moderne Kunst" beschriftete Foto zeigt die Philharmonie (im Volksmund "Filter" genannt) Das Museum befindet sich etwas weiter dahinter, ist aber vom Standort des Fotografen nicht zu sehen..

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