21.01.15

World Marathon Majors - New York City Marathon

2010 sollte die Teilnahme beim New York City Marathon ein Höhepunkt meines Läuferlebens werden. Es hat super viel Spaß gemacht. Ein Marathon durch alle Stadtteile dieser Weltstadt! Bei perfektem Wetter war dieses Event für mich der Impuls neue Ziele zu definieren!





Die Marathon-Messe war für mich extrem aufregend. Als ich die Startnummer zu diesem Traumevent überreicht bekam hätte ich "Heulen können"! Die Helferin musste wurde direkt in den Arm genommen und auf Fotos verewigt;-)



"unscharf" aber total egal! Yeahhhh - die Startnummer
Zwei Tage hatten wir noch zur Verfügung bis zum großen Tag. In den beiden Tagen haben wir viel gesehen, aber auch jedes Wetter erlebt (Hagel inclusive)!

Um so schöner, dass für den Marathontag Sonne pur angekündigt wurde!

Am frühen Morgen begann der Marathon-Tag. Alle Teilnehmer mussten mit Bussen oder den Staten-Island Fähren zur Startlinie gelangen. Es waren hunderte von Bussen unterwegs und der Verkehr in Richtung Staten-Island war enorm. Das ganze funktionierte nur in einem engen Zeitkorsett, den pünktlich mussten die Zufahrten zur Brücke gesperrt werden. Unser Gepäck musste ja auch noch, in unzähligen UPS-Trucks, in umgekehrter Richtung pünktlich den Startbereich verlassen.
Ankunft der Läufer in Staten-Island
(lässiges) Warten auf den Start - Auf den großen Bildschirmen werden die "Wellen" aufgerufen!


Das Warten im Startbereich entwickelte sich bei strahlend blauen Himmel zum kleinen Happening. Live-Musik auf der großen Bühne verkürzten uns die Wartezeit. Es gab Donuts und Kaffee! Frank Lebow (früherer Renndirektor) hatte die Idee zu diesem besonderen Service. Auf den Einwand "Frank - das ist aber nicht gesund, soll er geantwortet haben: Ja! Aber sie werden es lieben! Danke Frank!

Verranzano-Narrows Bridge
Warten auf der Brückenrampe
Die Startaufstellung war auf der Rampe der riesigen Verranzano-Narrows Bridge mit Blick auf die Skyline von New York. Und alles bei perfekten Wetter! Adrenalin pur! Leider ging es aus meinem Startblock auf der unteren Ebene über die doppelstöckige Brücke. Die Aussicht war trotzdem gut und am frühen Morgen ging "auf dem Oberdeck" noch ein ungemütlich frischer Wind. 
Verrazano–Narrows Bridge
Auf der anderen Seite in Brooklyn trafen die verschiedenen Startblöcke auf einer endlos langen Avenue zusammen. An manchen Stellen standen die Menschen schon dicht gedrängt und feuerten uns Läufer enthusiastisch an. 


Brooklyn - wir sind da!!!!

Unvorstellbar!
Es ging durch beliebte und vielfältige Wohngegenden in Brooklyn, Viertel in welchen orthodoxe Juden leben und vorbei an Rockband´s die am Straßenrand "für Stimmung" sorgten. Einfach klasse! Der nächste Stadtteil war Queens und das "bunte Treiben" ging immer weiter.



Die Begeisterung der Zuschauer trieb einen regelrecht nach vorne. Also kontrollierte ich lieber noch mal die Zwischenzeit  und sparte mir "ein paar Körner" für die zweite Hälfte der Strecke! Die Strecke windete sich weiter Richtung East-River und Queensborough-Bridge. Besonders die Rampen der großen Brücke bescherten dem New York City Marathon einige Anstiege. Bevor wir Manhattan erreichten, gab es vor der Queensborough-Bridge noch einen tollen Ausblick auf die berühmte Skyline!


Good Bye Queens



Queensborough Bridge
Hinter der Queensborough Bridge ging es im scharfen Bogen auf eine endlos lange stetig ansteigende Avenue. Gott sei Dank hatten sich kurz hinter der Brücke sehr viele Zuschauer versammelt, so das der Blick nach vorne gar nicht erst zum Nachdenken führte. Die langen ansteigenden Straßen lassen einen verstehen, warum der indianische Ursprung des Namens für Manhattan "hügeliges Land" bedeutet. Ich hatte mir das vor meinem Lauf, nie so genau vor Augen geführt. 


Manhattan

Am Ende der Avenue gab es noch einen "kurzen Ausflug" in die südliche Bronx doch sofort ging es zurück nach Manhatttan, genauer gesagt Harlem! 

Auf der Harlem-River Bridge (Bronx) / Harlem (Manhattan)


Jetzt, wo die Energiespeicher sich langsam leerten kam die Stimmung in diesem Teil der Stadt gerade recht. Gesang, Tänzer & Trommler sorgen für eine Partystimmung am Streckenrand. Es ging weiter in Richtung Finish-Line im Central Park!




Kurz vor dem Ziel im Central Park
Für den kurzen Abschnitt im Central Park, war es gut, dass ich in der ersten Hälfte etwas Energie "aufgespart" habe. Es ging tatsächlich "durch hügeliges Land"!


die vorletzte Kurve ;-)
Der Weg zum Ziel war jedoch nicht mehr lang und es machte, bei so viel Unterstützung durch die vielen Menschen, viel Spaß! Mit einer Zeit von 03:40:19 kam ich "verry happy" im Ziel an!





 

Nach den obligatorischen Photos, Wasser, Riegeln & Medaillen folgte der "zweite Marathon" des Tages. Mein "Gepäckwagen" stand sehr sehr weit hinter der Ziellinie.Es gab jedoch nichts was mir meine Toplaune noch "rauben" konnte"  








REMEMBER FRED LEBOW

Ziel des New York City Marathons im Central Park 


Der berühmteste "Lauftreff" der Welt
Am Ziel des New York City Marathon im Central Park steht die Statue von Fred Lebow, dem charismatischen Renndirektor (1973 - 1993) und Gründer des New Yorker Marathon. Lebow führte die New Yorker Marathonszene aus "den Hinterhöfen der Bronx", in das Herz von Manhattan, den Central-Park. Sein Lebenstraum - ein Marathon durch alle Stadtteile (Boroughs) wurde zum berühmtesten Marathon der Welt! Während es Jahres hat Fred einen festen Platz im Central-Park. Pünktlich zum New York City Marathon wird seine Statue an die Ziellinie transportiert. Dorthin wo er über viele Jahre die Läufer im Ziel begrüßte!


Fred Lebow (1932 - 1994)
Strecke New York City Marathon

Jetzt hätte ich sagen können - Ok  Traumziel erreicht - das war´s!

Stattdessen wurde ich jedoch während der Tage in New York, mit einen neuen Virus infiziert.

Die World Marathon Majors  - eine Laufserie über 5 Marathon-Veranstaltungen in Berlin-Boston-Chicago-New York-London (mittlerweile 6 Läufe + Tokyo)!




Berlin war ich bereits gelaufen. New York hatte ich gerade beendet und vier Tage lang wurde ich von einem Laufkollegen vor Ort überredet: " Chicago ist super!" Tolle Stadt, tolle Architektur, perfekt organisierter Marathon und für alle, denen der Marathon in der Stadt nicht das wichtigste ist, eine Shopping-Meile in der Stadt mit dem bezeichnenden Namen "Magnificent Mile"!

Was soll ich sagen! Auf dem Rückflug wurde bereits der Marathon 2011 in Chicago geplant!
Davon berichte ich jedoch in einem eigenen Post.


Bis bald



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