Der Drei-Länder-Lauf-Marathon in Basel stand schon länger auf
meiner Liste – und das aus mehreren Gründen: Zum einen reizt natürlich die
besondere Lage im Dreiländereck. Die Vorstellung, während eines Marathons
gleich drei Länder zu durchqueren, hat ihren ganz eigenen Charme. Zum anderen
gab es aber auch einen ganz persönlichen Anlass: Freunde, die ich bei der
Islandreise zum Volcano Marathon kennengelernt hatte, leben beziehungsweise
starteten in Basel. So bot sich die perfekte Gelegenheit, Sport und Wiedersehen
miteinander zu verbinden. Basel selbst ist ohnehin eine Reise wert – eine
wunderschöne Stadt mit viel Flair entlang des Rheins. Die Strecke des Marathons
war als Rundkurs angelegt und wurde zweimal gelaufen, also zweimal die Runde
des Halbmarathons. Grundsätzlich bin ich kein großer Fan dieses Formats, da ich
abwechslungsreichere Strecken bevorzuge. Allerdings hat es auch Vorteile: In
der zweiten Runde wußte man genau, was und wo auf einen zukommt. Dadurch konnte
man sich mental besser darauf einstellen und seine Kräfte gezielter einteilen.

Zum Glück fiel der Startschuss recht früh am Morgen, denn im
Laufe des Tages sollte es noch deutlich wärmer werden. Die Stimmung auf dem
Marktplatz vor dem historischen Rathaus war entsprechend angenehm. Musik lief
im Hintergrund, und die Ansagen auf Schweizerdeutsch sorgten für eine besondere
Atmosphäre – auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe;-)
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| START am Alten Rathaus (Marktplatz) |
Nach dem Start ging es direkt aus der Basler Altstadt hinaus über die Mittlere Brücke. Ein kurzer Blick zurück eröffnete einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline der Altstadt. Auf der anderen Seite angekommen, führte die Strecke durch Kleinbasel, einem eher hippen Stadtteil, und direkt hinunter an den Rhein.
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| Über die mittlere Brücke nach Kleinbasel ! |
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| Altstadt-Skyline |
Die ersten Kilometer verliefen entlang des Flusses, bevor wir die Dreirosenbrücke flussabwärts überquerten und am Campus der Pharmafirma Novartis vorbei in Richtung Frankreich abbogen. Die Grenze selbst war eher unspektakulär – ein fließender Übergang von einem Ort in den nächsten, mit einer kleinen Grenzstation am Straßenrand.
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| Dreirosenbrücke (Norvatis Campus rechts) |
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| Bonjour Frankreich! |
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| Elsässisch !!! |
Auf französischer Seite blieb die Stimmung leider etwas hinter den Erwartungen zurück. Zwar saßen Menschen in den Cafés, doch wirkliches Interesse für die LäuferInnen war kaum zu spüren. Die Strecke führte weiter durch Wohngebiete, bis mit der Europabrücke ein nächstes Highlight folgte – inklusive schöner Ausblicke auf den Rhein.
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| Dreiländerbrücke |
Kurz darauf ging es über den Fluss hinüber nach Deutschland. In Weil am Rhein war die Stimmung stellenweise besser – hier und da eine Sambagruppe oder einzelne Zuschauer –, aber insgesamt nicht vergleichbar mit der Atmosphäre in Basel.
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| (Bildrechte: AlphaFoto) |
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| "Au revoir" Frankreich - Guten Morgen Deutschland ! |
Besonders schön wurde es dann im weiteren Verlauf, als die Strecke durch die Natur führte. Zunächst durch ein kleines Wäldchen, später über eine weite Wiese. In der Ferne ragten bereits die markanten Türme der Roche-Gebäude auf, die den Weg zurück nach Basel ankündigten.
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| Grenzübertritt im Grünen - Grüezi Schweiz ! |
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| Roche-Hochhäuser (Basel) im Hintergrund |
Nach einem weiteren Waldstück (Lange Erlen) erreichten wir den kleinen Fluss "Wiese", dem wir zurück in Richtung Stadt folgten. Die Strecke führte uns kurz ins Hafengebiet hinein, bevor wir schließlich die Uferpromenade von Kleinbasel erreichten – und damit auch wieder deutlich mehr Stimmung entlang der Strecke.
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| Entlang des Flusses "Wiese" |
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| Im Waldgebiet "Lange Erlen" |
Über die Wettsteinbrücke ging es zurück in die Altstadt, wo wir schließlich den Marktplatz bei Kilometer 21,1 erreichten. Für die Halbmarathonläufer war hier das Ziel erreicht. Für uns Marathonläufer bedeutete es dagegen: auf in die zweite Runde.
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| (Bildrechte: AlphaFoto) |
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| Kleinbasel - Uferpromenade |
Und genau hier zeigt sich der Vorteil dieses Streckenformats. Man weiß, was kommt. Die bekannten Abschnitte geben Orientierung, helfen bei der Einteilung der Kräfte und machen es mental etwas einfacher – auch wenn man natürlich spürt, dass bereits ein Halbmarathon in den Beinen steckt
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| Die zweite Runde !!! |
Und
weiter ging's auf die zweite Runde! Einmal über den Marktplatz und dann zum
zweiten Mal über die "Mittlere Brücke", Kleinbasel, Novartis Campus,
Saint Louis, Dreiländerbrücke, Weil am Rhein, Fluß "Wiese" & Waldabschitt "Lange Erlen" zurück in die Altstadt!
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| Doppelflieger !!! (Bildrechte: AlphaFoto) |
Auf
den letzten Kilometern gab es noch den "Doppelflieger" [Greetings to
Australia]. Kurz danach kam uns Andi entgegen! Er hatte den Halbmarathon
gerockt und lief mit uns die letzten Kilometer bis zum Ziel am Marktplatz!
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| "Once there are three, it's a gang" (Bildrechte: AlphaFoto) |
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| Finisher (Bildrechte: AlphaFoto) |
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| (Bildrechte Homepage des Veranstalters) |
Weitere
Informationen zu diesem Lauf durch drei Länder findet Ihr auf der Homepage des
Veranstalters:
3laenderlauf.org
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| Part of the legendary Iceland Gang ! |
Um
den NaCl -Spiegel nach diesem heißen Rennen wieder aufzufüllen kam uns eine
benachbarte Frittenbude gerade recht! Trotz "astronomischer" Preise
war es der perfekte Ort um dieses tolle Laufwochenende ausklingen zu lassen.
Bis bald
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