Am letzten Wochenende ging es mal wieder in unser Nachbarland Niederlande. Obwohl ich bereits in allen Provinzen gelaufen bin, finden sich immer wieder interessante Veranstaltungen, in welchem ein Start reizvoll erscheint! Diesmal ging es in die Provinz Limburg und hier in die wunderschöne Stadt Maastricht. Es war ein regelrechtes Ausdauerfestival, welches hier an drei Tagen stattfand! Möglich war hier alles: Schwimmen, Radfahren & Laufen über unterschiedliche Distanzen! Das Ganze lief unter dem Titel "Long Course Weekend"! Eine Veranstaltung, die ich bis dahin noch nicht kannte! Das Long Course Weekend gehört heute zu den bekanntesten Multisport-Events Europas. Was ursprünglich als innovative Idee im walisischen Tenby begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer internationalen Veranstaltungsserie mit Austragungsorten in mehreren Ländern – darunter inzwischen auch Maastricht in den Niederlanden.
Die Geschichte des Long Course Weekend – Vom walisischen Küstenort zum internationalen Multisport-Festival
Die Grundidee des Long Course
Weekend unterschied sich von Anfang an deutlich von einem klassischen Triathlons.
Während bei einem Ironman alle Disziplinen an einem einzigen Tag absolviert
werden müssen, verteilt das Long Course Weekend die drei klassischen Ausdauersportarten
auf drei Tage. Am Freitag steht das Schwimmen auf dem Programm, am Samstag das
Radfahren und am Sonntag das Laufen. Dieses Format sollte den Sport
zugänglicher machen und gleichzeitig eine besondere Festivalatmosphäre
schaffen.
Entstanden ist das Konzept Anfang der 2010er-Jahre in Pembrokeshire an der Küste von Wales. Rund um den kleinen Hafenort Tenby entwickelte sich schnell eine einzigartige Mischung aus Wettkampf, Community und Sportfestival. Die Teilnehmer konnten selbst entscheiden, ob sie nur eine Disziplin oder das komplette Wochenende absolvieren wollten. Gerade diese Flexibilität machte das Event für viele Athleten attraktiv – vom ambitionierten Ausdauersportler bis zum Hobbyathleten.
„4th Medal“
Ein besonderes Markenzeichen
wurde schon früh die sogenannte „4th Medal“. Wer die längsten Distanzen aller
drei Disziplinen erfolgreich absolvierte – also 3,8 Kilometer Schwimmen, 180
Kilometer Radfahren und den Marathon – erhielt neben den drei Einzelmedaillen
zusätzlich eine vierte Auszeichnung. Für viele Teilnehmer wurde diese Medaille
zu einem besonderen Symbol für Ausdauer und Durchhaltevermögen.
Mit den Jahren wuchs das Long
Course Weekend weit über Wales hinaus. Das Originalevent in Tenby zog zunehmend
tausende Athleten und Zuschauer aus aller Welt an. Die Veranstalter
entwickelten daraus eine internationale Serie mit Austragungsorten in Europa.
Neben Wales entstanden Events unter anderem auf Mallorca, in Belgien und
schließlich auch in Maastricht.
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| Wegen einer Hitzewarnung am Wochenende wurde der Marathon abgesagt und die längste Distanz beim Laufen war der Halbmarathon |
Das Long Course Weekend Maastricht 2026 fand vom 22. bis 24. Mai statt und folgte dem klassischen LCW-Prinzip. Am Freitag wurden die Open-Water-Schwimmwettbewerbe ausgetragen. Die Teilnehmer konnten zwischen verschiedenen Distanzen wählen, darunter die 1,9- und die 3,8-Kilometer-Strecke.
Am Samstag stand der Bike Day
auf dem Programm. Die Radfahrer starteten auf unterschiedlich langen Strecken
durch die hügelige Landschaft Süd-Limburgs. Angeboten wurden Distanzen über 50,
100 und 180 Kilometer. Vor allem die lange Strecke stellte mit ihren Anstiegen
und dem anspruchsvollen Profil eine echte Herausforderung dar.
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| Sonnencreme inklusive !!! |
Der Sonntag gehörte schließlich
den Laufwettbewerben. Neben einem 5- und 10-Kilometer-Lauf wurden auch ein
Halbmarathon angeboten. Normalerweise wäre auch ein Marathon im Programm
gewesen. Aufgrund der "Hitzewarnung" welche für den Sonntag bestand,
hatten die Veranstalter entschieden, dass der Marathon abgesagt wurde und die
TeilnehmerInnen auf der Halbmarathon-Distanz starten sollten. Die Strecken
führten durch die umliegende Region und häufig entlang der Maas.
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| START ! |
Halbmarathon entlang der Maas
Die Strecke führte vom
Festivalgelände in Richtung Maasufer. Der Maas folgten wir über einige
Kilometer. Obwohl der Start wegen der Hitzewarnung auf 08:30 Uhr vorverlegt
wurde, war es von Anfang an schon recht warm.
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| Entlang der Maas |
Umso mehr freute man sich über
kürzere und längere Abschnitte in Waldabschnitten. Vom Maasufer verlief die
Strecke über das schöne Hinterland dieser Gegend bis ins Belgische Grenzgebiet.
Wald, Wiesen, Felder, Kanäle und ab und zu ein Dorf - die Strecke war sehr
abwechslungsreich!
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| SAMBA PUR ! |
Auf den letzten Meter sah man
vielen LäuferInnen die Erschöpfung an. Nach einen letzten moderaten Anstieg
führte der letzte Kilometer, zurück zum Festivalgelände, angenehm bergab!
Weitere Informationen zu diesem
Ausdauerfestival findet Ihr auf der Homepage des Veranstalters:
https://www.netherlandsmarathon.com
Bis bald

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